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Ab 2015 lückenlos ortbar: Automatischer Notruf für Verkehrsunfälle wird Pflicht in Pkw

Die Europäische Kommission feiert per Pressemitteilung ihre neueste Errungenschaft:

eCall: Automatischer Notruf für Verkehrsunfälle ab 2015 Pflicht in Autos 

Die EU-Kommission hat heute, im Rahmen ihres Beitrags zu einer EU-weiten Verringerung der Folgen schwerer Verkehrsunfälle, zwei Vorschläge angenommen, um sicherzustellen, dass ab spätestens Oktober 2015 im Falle eines schwerwiegenden Unfalls automatische Notrufe aus Autos abgesetzt werden. Das „eCall“-System wählt bei einem schweren Unfall automatisch die 112 - Europas einheitliche Notfallnummer. Es übermittelt den Standort des Fahrzeugs an die Notfalldienste, auch wenn der Fahrer bewusstlos oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, einen Telefonanruf zu tätigen. Es wird erwartet, dass so bis zu 2 500 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten (MEMO/13/547).

Diese Vorschläge für einen künftigen Rechtsakt stellen sicher, dass ab Oktober 2015 alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit dem 112-eCall-System ausgerüstet werden und die erforderliche Infrastruktur für reibungslosen Empfang und Abwicklung von eCall-Notrufen in Notrufzentralen geschaffen wird. Auf diese Weise wird für den eCall-Dienst eine EU-weite Kompatibilität, Interoperabilität und Kontinuität erreicht.
[...]

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, stellte fest: „Der EU-weite eCall bedeutet für die Reduzierung von Gefahren im Straßenverkehr einen großen Schritt nach vorne. Wenn Notfallhilfe gebraucht wird, ist es viel besser vernetzt zu sein als allein - und diesen wertvollen Beitrag leisten die Informations- und Kommunikationstechnologien.“

Die Pluspunkte von eCall

Die mittels eCall erhaltenen Informationen werden es Notfalldiensten ermöglichen, Fahrzeuginsassen schneller mit Hilfsleistungen beizustehen, und dazu beitragen, Leben zu retten und Verletzungen zügig zu versorgen. Schätzungen zufolge könnte eCall die Notfall-Reaktionen in städtischer Umgebung um 40 % und auf dem Land um 50 % beschleunigen und jährlich bis zu 2 500 Menschenleben retten.

Zusätzlich zu den Vorteilen in Bezug auf die Straßenverkehrssicherheit wird eCall auch die durch Verkehrsunfälle verursachten Staus und die durch ungesicherte Unfallstellen verursachten Folgeunfälle verringern. Auch die Wirtschaft wird davon profitieren, da eine große Zahl an Unternehmen an der Bereitstellung von Technologien, Bauteilen und Dienstleistungen für die verschiedenen Aspekte des eCall-Systems beteiligt sind, beispielsweise bordeigene Systeme, Datenübertragung per Funk und Systeme für öffentliche Notrufzentralen. Ferner wird erwartet, dass die für eCall eingebauten bordeigenen Geräte für weitere Dienste genutzt werden können (z. B. für die Ortung gestohlener Autos).

Wie eCall funktioniert

eCall wird automatisch aktiviert, sobald fahrzeugseitige Sensoren einen schweren Zusammenstoß registrieren. Sobald das System aktiviert ist, wählt es die europäische Nutrufnummer 112, stellt eine Telefonverbindung zur nächsten Notrufzentrale her und übermittelt den Notdiensten Daten zum Unfall, wie beispielsweise Zeitpunkt des Unfalls, genauer Standort des verunfallten Fahrzeugs und Fahrtrichtung (besonders wichtig auf Autobahnen und in Tunneln). Ein eCall kann auch manuell, etwa durch einen Zeugen eines schweren Unfalls, ausgelöst werden, indem ein Knopf im Auto betätigt wird.

Kommentar: Das ist ja wirklich praktisch! Alles, was eine Mobilfunkanbindung hat, erzeugt Verkehrs- und Standortdaten i.S.v. §§ 100g, 100a StPO. Das eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten ...

Reposted byhightech hightech

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