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Man optimiert sich ja primär für die Anerkennung von anderen. Sei es mit Make-up, mit Sport und Diäten, mit Coachings oder sogar Therapien. Man kann sich aber so sehr selbst optimieren, dass man für genau den Zweck, für den man sich optimiert, nicht mehr brauchbar ist. Ein Beispiel: Sie arbeiten an sich, weil Sie einen Partner finden wollen. Aber dann können Sie beim Candle-Light-Dinner keine Kohlenhydrate ­essen, beim Sex sind Sie zurückhaltend, weil sonst Ihr Make-up verschmiert, oder es kommt gar nicht erst so weit, weil der Anwärter nicht genau dem Typ ­entspricht, den man Ihnen in der Therapie als den optimalen Partner empfohlen hat. Sie werkeln also ständig Ihrem Glück entgegen, doch am Schluss sind Sie so perfekt, dass Ihnen diefür die Leidenschaft nötige ­Mischung aus der Lust am Fressen, Saufen, Vögeln abhandenkommt.
— Peter Schneider
Reposted byverschwoererKingBalancenijue

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