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Kongo droht Hungerkatastrophe

Tut mir leid, wenn ich da mal eine völlig empathie- und mitleidslose Frage habe. [Nachtrag]

UNICEF warnt. Wie immer. Damit verdienen die ihr Geld.

Aktuell warnen sie vor einer Hungerkatastrophe im Kongo (DW).

Der Kongo kommt nicht zur Ruhe: UNICEF warnt vor einer Hungerkatastrophe in dem zentralafrikanischen Land. 400.000 Kinder seien schwer unterernährt – es drohe der Hungertod, wenn Hilfe ausbleibe.

In der Region Kasai seien 770.000 Kinder unter fünf Jahren “akut mangelernährt”, teilte das UN-Kinderhilfswerk in Kinshasa bei der Vorstellung eines neuen Lageberichts mit. “400.000 dieser Kinder sind so schwer unterernährt, dass ihr Leben in Gefahr ist.” Sollte die humanitäre Hilfe nicht aufgestockt werden, könne die Zahl der Todesfälle unter den betroffenen Kindern “drastisch ansteigen”.

Seit Jahrzehnten kämpfen im Kongo Milizen verschiedener Volksgruppen gegeneinander. Auch in die zuvor friedliche Region Kasai und in der Provinz Ituri hat sich die Gewalt ausgebreitet. Hunderttausende flüchteten vor den Kämpfen teils in die offene Steppe. Deshalb konnten sie weder ihre Felder bestellen noch die Ernte einfahren.

Tut mir leid, aber ich versteh’s nicht.

Seit ich mich erinnern kann, hungert man in Afrika. Schon als Kind habe ich mir anhören müssen „Iss Deinen Teller leer, in Afrika verhungern die Kinder!”. Ich habe nie verstanden, wie den Kindern dort das helfen soll, wenn ich mehr esse, als ich will, und ob man sie damit nicht sogar verhöhnt, wenn man sich hier ohne Sinn und Grund über den Hunger vollfrisst, einfach nur aus Prinzip. Während sie dort verhungern. Ein „Heute gibt’s aus Solidarität nichts, hab auch mal Hunger!” hätte ich, so seltsam es klingt, da viel eher verstanden und für passender gehalten.

Damals, so in meiner Jugend, kam eine Schockmeldung, an die ich mich noch gut erinnern kann. Die Weltbevölkerung habe jetzt die 4 Milliarden erreicht. Das sei ein Problem, man wisse nicht, wie man die ernähren könnte. Und dann ging Äthiopien als die große Hungerregion durch die Presse, schreckliche Bilder von auf die Knochen heruntergehungerten Menschen und filigranen, unrettbar unterernährten Kleinkindern.

Was hat man also gemacht? Spenden gesammelt, (fett dran verdient, irgendwann kam mal raus, dass bei irgendwelchen Spendenorganisationen nur ein kleiner Bruchteil in Afrika ankommt), dekadente Fernsehspendengalas bei ARD und ZDF (die in der Regel ein Vielfaches dessen kosteten, was sie an Spenden einbrachten, es wäre weitaus effektiver gewesen, zwei Stunden das Testbild zu senden und das Geld gleich dorthin zu überweisen, aber die ganzen Bonzen müssen ja noch verdienen, und die Gutmenschen unter den Zuschauern sich für 10 Euro Überweisung als Lebensretter fühlen).

Schaut man heute in die Nachrichten, haben sie sich nicht geändert, nur das jeweilige Land wird ab und zu mal ausgetauscht.

Aber zwei wesentliche Unterschiede gibt es:

  • Inzwischen stehen wir kurz vor den 8 Milliarden, seit meiner Kindheit hat sich die Menschheit also verdoppelt.
  • Der Ertrag an Lebensmitteln jedoch nicht, oder nur unter Einsatz von Kunstdünger, Insektiziden und ähnlichen Methoden. Im Gegenteil ist sogar mit einem drastischen Einbruch der Erträge zu rechnen, Klimaerwärmung, Dürre, Überfischung, oder eben, wie oben erwähnt, Krieg.

Warum eigentlich hat sich die Menschheit in so kurzer Zeit einfach mal verdoppelt?

Offenbar waren es doch damals schon viel zu viele. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, den Leuten zu sagen, hört mal zu, dieses Land hier ist beim Einsatz nachhaltiger Methoden in der Lage, x Menschen zu ernähren. Ihr seid aber viel mehr. Wenn Ihr also nicht hungern wollt, dann müsst Ihr Euch bei der Fortpflanzung mal zurückhalten und Euer Ackerland so aufteilen, dass jeder genug zum Leben hat. Und wenn Euch jetzt die Kinder verhungern, dann ist das ganz hart und gemein, aber es ist etwas, was Ihr in Eure Geschichtsbücher schreiben und in der Schule lehren sollt, nämlich dass es ein Fehler ist, wenn in einem Land mehr Menschen geboren werden, als das Land ernähren kann.

Eigentlich ist das auch überraschend, dass man das braucht, denn die Menschheit ist ja immerhin, genau lässt sich da die Grenze nicht ziehen, so eine gute Million Jahre unterwegs. Und hat es auch unter härtesten Bedingungen in Australien Zehntausende von Jahren ausgehalten. Weil die wussten, wieviele Kinder sie sich leisten können. Und auch bei uns in Europa war das eigentlich nicht anders. Schon Romulus und Remus wurden aus Not ausgesetzt, ebenso wie Hänsel und Gretel.

Stattdessen aber fuhr man mit Lastkraftwagen Tütenfutter dahin. Es ist komisch, aber so richtig aus dem Ruder gelaufen ist das alles erst, seit es Hilfsorganisationen wie UNICEF gibt. Man hat den Leuten damit vermittelt, dass man nicht mehr darüber nachdenken muss, wieviele Kinder man in die Welt setzt, und ob die das überhaupt überleben können, sondern am LKW aus dem fremden Land anstehen.

Jetzt macht man das alles noch schlimmer, denn man fährt nicht mehr Essenspulver in Säcken dorthin, sondern sagt „Kommt doch gleich ganz zu uns rüber”. Ganze Landstriche stellen sich nicht mehr die Frage, ob sie ihre Kinder ernähren können, sondern haben als Lebensziel, die Kinder nach Europa zu schicken, damit die von dort Geld überweisen – je mehr Kinder, desto mehr Geld.

Also wird in Menschenreaktoren wie Afrika, aber auch in Asien, drauflosgepoppt, als gäb’s kein Morgen.

Mir schrieb mal ein Leser (nachprüfen konnte ich es nicht), dass er in seinem Freundeskreis einen Arzt hat, der mal ein soziales Jahr irgendwo in einer Buschklinik in Afrika tätig war und dort die schlimmsten Notfälle behandelt hat (es schult). Eines Tages sei eine Frau um die 40 in ihr Krankenhaus gestürzt und habe in heller Panik geschrien, sie müsse sterben, sie müsse sterben, sie verblute. Angst um ihr Leben. Sofort hätten sich mehrere Ärzte auf sie gestürzt, sie attackemäßig lebensrettend untersucht und seien zum dem Ergebnis gelangt: Äh, nee, Sie haben nichts, Sie sind gesund. Das gehört so, das ist völlig normal, man nennt es Menstruation. Warum sie denn das nicht wisse und darüber in Panik gerate, wollte man wissen. Es war ihre erste. Sie war seit ihrer Kindheit immer nur schwanger. Und gerade neulich erst ging es hier ja auch um Flüchtlingsfrauen mit 9, 10, 11 Kindern.

Das ergäbe dann noch Sinn, wenn man dies vor dem Hintergrund sähe, dass viele Naturvölker ohne modernes medizinisches Wissen Kindersterblichkeiten von 80 oder 90% haben. Da braucht man dann halt 10 oder 15 Kinder, um die Gene überhaupt erhalten zu können. Und da müssen Frauen dann auch im Alter von 14 oder 15 anfangen, um das bei deren Lebenserwartung überhaupt erreichen zu können.

Das geht aber schief, wenn dann plötzlich UNICEF-Leute auftauchen und die Kindersterblichkeit reduzieren, indem sie einen Sack Tütenfutter da hinstellen, ohne gleichzeitig auszuhandeln, dass das bedeute, dass man jetzt ein paar Kinder weniger produzieren müsse. Stattdessen legt Mutti erst richtig los, wenn sie satt ist.

Und so steigt die Menschheit exponentiell an und dürfte längst das Maß, das noch haltbar gewesen war, überstiegen haben. Deshalb werden wir überrannt. Zu nahe dran, in Schlauchbootentfernung.

Kurioserweise sind es aber dieselben politischen Milieus, die einerseits für eine rapiden Anstieg der Weltbevölkerung sorgen und andererseits über die Klimaerwärmung maulen. Was hat man da nicht alles gehört? FCKW, Diesel, CO2 und weiß der Kuckuck was nicht alles, nur an eines kann ich mich nicht erinnern, da schon mal gehört zu haben: Dass wir die Menschheit in kürzester Zeit von 4 auf 8 Milliarden verdoppelt haben.

Das muss man sich mal klarmachen: Ständig schreien sie, die Klimaerwärmung sei „menschgemacht”, walzen jeden nieder, der das in Frage stellt, aber einen Zusammenhang mit der Zahl der Menschen soll es selbstverständlich nicht geben. Umweltverschmutzung erfolge selbstverständlich nur durch Weiße.

So sei die Welt zu retten, indem wir auf Plastiktüten verzichten, obwohl längst klar ist, dass der Plastikmüll in den Meeren aus Asien und Südamerika kommt, in denen die Bewohner riesiger Slums ihren Müll einfach ins Wasser werfen. Ohne Überbevölkerung gebe es diese Slums nicht, oder jedenfalls nicht so viele. Und da heizen die Leute auch durch Verbrennen von allem, was sie finden.

Doch seltsamerweise wird nie betrachtet, dass weltweit ein paar Milliarden Menschen unter übelsten Bedingungen ohne Müllabfuhr, Elektroautos und moderne gefilterte Kraftwerke leben, sondern unter primitivsten Bedingungen und jede Menge Plastikmüll und Verbrennungsabgase ungefiltert direkt in die Umwelt geben.

Und dann kommt UNICEF und ruft dazu auf, dass wir dafür sorgen müssten, dass das noch ein paar mehr würden.

Nachtrag: Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Leute, die sich über

  • das Bienensterben infolge einer industrialisierten und auf Effizienz getrimmten Landwirtschaft und
  • über weite Strecken importierte Lebensmittel aus anderen Ländern

aufregen, dieselben Leute sind, die per Druckbetankung immer mehr Leute hier ins Land pumpen, die alle ernährt werden müssen? Und dass dazu auch Tagesthemen und heute journal gehören?

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl