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May 10 2017

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Und was macht ihr?

May 08 2017

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Entartete Kunst: Radio Bremen strahlt nur saubere Musik aus


„Eigentlich wollte Bremen-Vier das Konzert der Söhne Mannheims nächsten Samstag im Pier 2 und das Konzert von Xavier Naidoo im Dezember in der Bremer ÖVB-Arena präsentieren – nun haben wir uns entschieden, die Kooperation zu canceln.“

Das steht bei Radio Bremen.

„Wir haben eine hohe Achtung vor künstlerischer Freiheit. Und ich bin immer skeptisch, wenn einzelne Zeilen aus einem Songzusammenhang gerissen werden“, so lügt Bremen-Vier Chef Helge Haas. Hätte man bei Bremen-Vier eine hohe Achtung vor künstlerischer Freiheit, dann würde man sich dort nicht anmaßen, die Freiheit auch zu einer aus Sicht von Radio-Vier falschen Gesinnung in Frage zu stellen. Wäre Helge Haas skeptisch gegen einzelne Zeilen, die aus dem Songzusammenhang von „Marionetten“ gerissen werden, dann würde er nicht „einzelne Zeilen“ aus dem Songzusammenhang reißen und bewerten.

Künstlerische Freiheit wird in öffentlich-rechtlichen Sendern nur dann geachtet, wenn sie im Sinne der eigenen Gesinnung genutzt wird. Ansonsten nehmen sich die Herrschaften das Recht, das Hören ihrer Hörer zu zensieren und die Hörer daran zu hindern, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Das eigene Urteil kann man sich entsprechend nur darüber bilden, dass sich öffentliche Angestellte wie Haas anmaßen, ihre Hörer zu erziehen bzw. erziehen zu wollen.

Das hatten wir schon einmal.

In der DDR.

DDR anordnung kunst zulassung

Dort gab es eine „Anordnung über die Zulassung von frei- und nebenberuflich tätigen Künstlern auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst“. Bei der SED war man zumindest nicht verlogen, wie bei Radio Bremen. Kein SED-Funktionär hat je behauptet, dass es in der DDR Kunstfreiheit gebe. Derartige Lügen tischen nur diejenigen auf, die nicht zu ihrem Extremismus, zu ihrer Intoleranz stehen wollen, Leute wie Helge Haas.

Damit man bei Radio Bremen nicht mehr lügen muss, schlagen wir vor, die folgenden Zeilen aus der genannten Anordnung zu übernehmen und der Programmauswahl in Bremen zu Grunde zu legen. Wir haben sie hier schon in die Fassung gebracht, die man bei Radio Bremen direkt bernehmen kann.

Anordnung über die Zulassung von frei- und nebenberuflich tätigen Künstlern auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst im Sendebereich von Radio Bremen

§1 Geltungsbereich

Diese Anordnung gilt für alle auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst in den Fachgebieten nach Anhang 1 tätigen Künstler im Sendebereich von Radio Bremen.

§2 Nachweispflicht

(1) Jeder auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst frei- oder nebenberuflich tätige Künstler bedarf der Zulassung, und zwar auch für die Mitwirkung in Produktionen im VEB „Radio Bremen“.

(2) Die Antragsteller sind verpflichtet, zur Erlangung einer Zulassung vor der Bezirkskommission für Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Unterhaltungskunst von Radio Bremen eine Prüfung abzulegen. Nach bestandener Prüfung wird die Zulassung erteilt.

§3 Geltungsdauer und Nutzung

Die Zulassung wird unbefristet erteilt und gilt für das gesamte Sendegebiet von Radio Bremen. Sie kann durch das erteilende Organ oder durch den Intendanten nach Anhörung der Gewerkschaft widerrufen werden, wenn:

a) Die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr bestehen;

b) Die erforderliche gesellschaftliche, moralische oder fachliche Eignung nicht mehr vorliegt oder gegen das moralische Empfinden oder gegen die Ansprüche der Werktätigen auf hohe künstlerische Qualität und kommunistische Haltung verstoßen wird.

Radio Bremen
Der Intendant

May 07 2017

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US military bases.
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Wer sind die einflussreichen Kreise?

Genau sagen, kann man das nicht. Wenn man vom Ergebnis ausgeht, von den gravierenden politischen Entscheidungen, dann hat man Indizien:

  • Es werden Kriege geführt, es wird aufgerüstet, obwohl man 1990 das Gegenteil beschlossen hat. – Die Schlussfolgerung: Die Rüstungswirtschaft hat zentralen Einfluss auf das Geschehen.
  • Wir wurden als Steuerzahler dazu verdonnert, Banken zu retten, weil sie angeblich systemrelevant gewesen seien. Wir haben auf diese Weise den Spekulanten ihre Wettschulden abgenommen. – Die Finanzwirtschaft ist in den einflussreichen Kreisen sicher gut vertreten.
  • Wir schlagen uns mit einer wirtschaftspolitischen Ideologie herum, die das Heil der Welt in der Kürzung von Sozialleistungen und in sogenannten Reformen zu Lasten der abhängig Beschäftigten sucht. Wir haben weltweit Steuerpolitik zugunsten der Oberschicht betrieben. – Zu den einflussreichen Kreisen gehören mit Sicherheit die Superreichen in der Welt und insbesondere im Westen und in den USA. Soros ist ein Musterbeispiel.
  • Wir haben immer wieder festgestellt, dass die Geheimdienste selbst einem neugewählten US-Präsidenten widersprechen und wir haben immer wieder feststellen müssen, dass ihre Praktiken des Abhörens ohne nachhaltigen Widerstand und ohne nachhaltige Kontrolle geblieben sind. – Sie, „die Dienste“, gehören zum inneren Zirkel der einflussreichen Kreise.
  • Wir stellen die enge Zusammenarbeit mit den Medien fest und hören von unseren Medien nur noch Gleichlautendes. Musterhaft demonstriert nach dem Wahlabend in Frankreich. Macron ist ihr Mann.
  • Wir stellen fest, dass imperiale Absichten, also der Griff auf andere Länder und vor allem auf die Ressourcen anderer Länder hoffähig geworden ist. Die Macher des Imperiums der USA sind Teil und Kern des inneren Zirkels der einflussreichen Kreise.

May 06 2017

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May 05 2017

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Wer von euch hat es geschafft beiden Parteien den gleichen Slogan zu verkaufen?
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Matteo Salvini (Lega Nord) vor dem EU-Parlament zum Thema Socialmedia-Zensur

Europe signs its own death warrant


With the continent wrestling with mass immigration and losing faith in its traditions and beliefs, its civilisation faces collapse

Europe is committing suicide. Or at least its leaders have decided to commit suicide. Whether the European people choose to go along with this is, naturally, another matter. When I say that Europe is in the process of killing itself, I do not mean that the burden of European Commission regulation has become overbearing or that the European Convention on Human Rights has not done enough to satisfy the demands of a particular community.

I mean that the civilisation we know as Europe is in the process of committing suicide and that neither Britain nor any other western European country can avoid that fate, because we all appear to suffer from the same symptoms and maladies.


Dieser Vergleich zeigt die Dimension der Asylzuwanderung


Nach Deutschland kamen 2017 bisher mehr Schutzsuchende, als Flüchtlinge über EU-Außengrenzen einreisten. Viele kommen aus Italien hierher. 

Längst erfolgt der Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland nicht mehr so zügig wie vor der weitgehenden Abriegelung der Türkei-Griechenland-Balkanroute vor mehr als einem Jahr. Dennoch kommen seither immer noch Monat für Monat rund 15.000 neue Schutzsuchende über die deutschen Grenzen.

Aufhorchen lässt, dass mit rund 60.000 in diesem Jahr bis Ende April mehr Asylsuchende nach Deutschland kamen, als im selben Zeitraum über die europäischen Außengrenzen einreisten. Das waren nämlich laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) nur rund 44.000, davon allein 37.000 in Italien.

Weil die Zahl der innereuropäischen Asylbewerber – vor allem aus den Balkanstaaten – nur noch gering ist und weder über Spanien noch über Griechenland viele Schutzsuchende aus anderen Kontinenten einreisen, bleiben zwei Begründungen für die hohen Ankunftszahlen in Deutschland: Die unerlaubte Weiterwanderung von schon länger in Europa lebenden Migranten nach Deutschland ist höher als angenommen, und viele der aus Afrika nach Italien übergesetzten Migranten „fliehen“ immer noch oft weiter nach Norden.

May 04 2017

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Das Facebook-Gesetz: Justizminister Maas' Anschlag auf die Meinungsfreiheit

May 03 2017

Der Bottich enthält 1,4 Kilogramm tote Insektenmasse – die Ausbeute einer Falle, aufgestellt im Jahr 1989. In der kleinen Dose befindet sich der Inhalt einer Falle, errichtet am selben Ort, über denselben Zeitraum, jedoch zwei Jahrzehnte später: Sie enthält noch ganze 294,4 Gramm.

Das entspricht einem Rückgang von 80 Prozent. Verschwunden sind nicht einzelne Arten, sondern massenweise Fluginsekten. Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Nachtfalter, Schwebfliegen, Fliegen und Mücken, Käfer, Bienen, Libellen. "Klingt vielleicht irre", sagt der Insektenforscher Martin Sorg, "aber sie schmieren alle ab."

Bienensterben im größeren Kontekt betrachtet …

Die Menschen, die das verantworten, machen mich sprachlos.
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May 02 2017

Permanente Existenzangst: Wie mein Alltag als Unternehmerin wirklich aussieht


Pflichten wie Großunternehmen, Rechte schlechter als Hartz IV-Empfänger - so geht Deutschland mit Einzelunternehmern und Selbstständigen um. Ein Erfahrungsbericht.

Das Ziel ist immer eine Festanstellung 

Am 22. März 2017 veröffentlichte das ZDF Magazin Zoom einen Beitrag mit Sina Trinkwalder zum Thema Leiharbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse. Bei einem Satz von Frau Trinkwalder hat es bei mir sinnbildlich „Zoom“ gemacht:

„Wie will man denn ohne Sicherheit sein Leben gestalten? Er {der Leiharbeiter} lebt in dauerhafter Angst, dass er morgen nicht mehr gebraucht würde. Und das macht ihn kaputt.“ (Sina Trinkwalder)

Ich teile Sina Trinkwalders Einstellung hinsichtlich Leiharbeit und Zeitarbeit absolut, auch wenn ich zugeben muss, dass ich schon selbst Gebrauch davon machen musste, weil ich einfach keine Mitarbeiter fand. Allerdings immer mit dem Ziel so einen neuen, festen Mitarbeiter im Betrieb zu gewinnen.

Aber das ist nicht der Grund, weshalb es „Zoom“ gemacht hat. Ich bin Einzelunternehmerin im Baunebengewerbe mit Leidenschaft und versorge neun Mitarbeiter. Ein kleines Unternehmen mit vielen Herausforderungen. Ich bin eine soziale Unternehmerin, bezahle meine Leute gut, bin bemüht für alle ein gutes Betriebsklima zu schaffen und die Möglichkeit Beruf und Leben gut zu vereinbaren. Mein Unternehmen ist kein Multimillionen-Dollar-Konzern, sondern eines von den vielen in Deutschland, die jeden Tag hart für den Erhalt der Arbeitsplätze und des Unternehmens arbeiten müssen. Am Ende des Tages hängt meine eigene Existenz daran und manchmal bin ich wütend angesichts der Ignoranz und Arroganz der Gesellschaft und des Staates gegenüber uns Unternehmern und Selbstständigen. Vor allem Frauen haben immer wieder das Nachsehen.

Unternehmen Unsicherheit 

Nicht nur, dass ich mehr leisten und können muss als meine männlichen Kollegen in einer männerdominierten Branche. Oder dass ich als Alleinerziehende ohne die Unterstützung meiner Eltern gar keine Chance auf die Realisierung meines Unternehmeralltages hätte. Und dass ich in allen Belangen, von der Arbeitssicherheit bis hin zu allen rechtlichen Facetten eines Arbeitsverhältnisses, Bescheid wissen muss. Wenn ich als Einzelunternehmer einen entscheidenden Fehler begehe oder unverschuldet in eine missliche Situation komme, dann hafte ich im Zweifel mit meiner gesamten Existenz. Und das auch noch zu dem Preis, dass es am Ende jeder Hanswurst besser gewusst hat.

In Deutschland gibt es zwei Absicherungskonzepte für kleine bis mittelständische Unternehmen: Du gründest eine GmbH. Dafür muss genügend Kapital vorhanden sein, damit man nicht wieder als Privatperson die Aufnahme von Krediten absichern muss. Alternativ kannst du auch heiraten. Kein Scherz. Dann überschreibst du deinen kompletten Besitz dem Ehepartner und los geht’s. Nicht wenige leben in Wahrheit vom Gehalt des Ehepartners. Einfach weil das Geschäft sich zu manchen Zeiten gerade selbst so trägt. Für die Unternehmerin selbst bleibt da nichts mehr übrig. 

Aber was ist mit denen für die diese beiden Konzepte nicht in Frage kommen? Menschen wie ich, die Vollblutunternehmer sind und bereit für ihre Entscheidungen auch die Konsequenzen zu tragen, Gründer die mit Fleiß und Ideenreichtum punkten und keine Millionenbeiträge im Rücken hatten bei der Gründung und es trotz allem wagen? Oder Frauen, die keinen Partner haben, der sie absichert im Notfall?

Selbstständig in prekären Verhältnissen 

Immer öfter höre ich in letzter Zeit von jungen Frauen, die hochschwanger noch zehn Stunden Tage arbeiten, weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können, kürzer zu treten. Selbstständige Fußpflegerinnen, Kosmetikerinnen, Friseurinnen, Logopädinnen und, und, und … Sie haben sich aus Freude an ihrem Beruf selbstständig gemacht und versorgen, zum Beispiel hier auf dem Land viele Menschen. Sie sind oft viel unterwegs und verdienen meist trotzdem weniger als den Mindestlohn. Aber für sie gibt es keinen vollen Lohnausgleich bei Schwangerschaft oder Krankheit.

Wo bei Arbeitnehmern der Staat hilft, klafft für den Selbstständigen und den Unternehmer ein riesiges Loch. Natürlich kann man sich für manches privat versichern, aber oft reicht das Verdiente ja gerade mal zum Leben. Wovon dann also Vorsorge betreiben? Abgesehen davon, dass sich viele Risiken nicht einmal absichern lassen. Von Altersvorsorge ganz zu schweigen.

Warum gibt es zum Beispiel keine Arbeitslosenversicherung für Unternehmer und Selbstständige? Wir arbeiten in der Regel zwischen zehn und 16 Stunden pro Tag, versuchen etwas für uns, unsere Kinder, unsere Mitarbeiter und unsere Kunden zu schaffen. Investieren jede Menge unserer Lebenskraft, unseres Vermögens und unserer Zeit. Aber scheitern wir, sind wir nur die Versager. Keiner ist mehr bereit unsere Arbeit anzuerkennen die wir geleistet haben.

Wo bleibt die Wertschätzung?

Dann sind Jahre, ja sogar Jahrzehnte, in denen man die Gesellschaft mitfinanziert hat, keinen Pfifferling mehr wert. Keiner zahlt uns eine Abfindung in Millionenhöhe wie in Großkonzernen. Manchmal gibt es nicht mal ein freundliches Lächeln. Und oben drauf kommt noch die Häme. Von all denen, die es schon immer besser gewusst haben. Die dem Gescheiterten noch erklären, warum und wieso sein Konzept ja nett gedacht war, aber eh nie funktionieren konnte. Und mitunter der soziale Absturz, wenn keine Familie da ist, die es abfängt. Und nicht zuletzt die psychische Komponente: Vom Entscheider und Macher zum Bittsteller und Gescheiterten.

Bei der Leistungserbringung für die staatlichen Behörden haben wir Unternehmer, egal wie klein der Betrieb ist, die gleichen Pflichten wie Großunternehmen. Ob machbar oder nicht müssen wir alle Felder unserer „Pflichten“, wie Steuern, Versicherungen, Recht, Personal, überblicken und beherrschen und das bei stetig steigender Bürokratisierung und immer undurchsichtiger werdendem Regeldschungel. Manchmal fühle ich mich mit einem Bein im Knast, weil ich merke, dass ich das gar nicht mehr alles überblicken kann. Ich bin Betriebswirt und nicht Rechtsanwalt und Steuerfachwirt.

Wieviel Wochenende verbringen ich damit „in Ruhe“ Rechnungen zu schreiben, weil ich in der Woche nur mit Dingen beschäftigt bin, die effektiv gar nicht zu meinem Unternehmen gehören? Da ein Bogen fürs Arbeitsamt, dort eine statistische Erhebung des Bundesamtes für Tralala, hier eine Abfrage der Berufsgenossenschaft und so weiter und so fort.

Ich bin nicht eure Melkkuh

Steuern und Abgaben sind sofort nach Festlegung zu leisten, gern auch auf Grund abstruser Schätzungen. Bei Verzug wird auch ganz schnell mal das Konto gesperrt. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde der Staat Folgendes entgegnen: „Ein Kunde hat nicht gezahlt? Tja, ihr Problem. Müssen Sie halt vorsorgen. Ach und die Umsatzsteuer, die hätten wir dann auch schon gern im Voraus. Also wenn sie die Rechnung stellen, nicht erst wenn sie das Geld haben. Muss doch drin sein, oder?”

„Sie haben die letzte Ausschreibung verloren, weil sie auf Grund ihrer hohen Lohnkosten nicht konkurrenzfähig sind und sich der Gewinner einen Dreck um den Mindestlohn schert? Ihr Problem! Wir als Staat vertreten die Doppelmoral: Sie zahlen Mindestlohn und unterschreiben das bitteschön auch. Wie sie das dann intern regeln und das wir ein Angebot annehmen, dass bei normaler Kalkulation nicht möglich ist – Was schert‘s uns!”

„Ihr Mitarbeiter hat sie vor Zeugen mehrfach angeschrien, die Arbeit verweigert, kleinere Diebstähle begangen … ihr Problem. Fristlose Kündigungen sind nie angemessen. Sie wollten doch Unternehmer sein, da muss man schon was aushalten können.” Leider ist nur der Ton ironisch, nicht der Inhalt. All das habe ich selbst erlebt.

Zweierlei Maß – wie wir gegeneinander ausgespielt werden

Ich würde den Satz von Sina Trinkwalder im Hinblick auf die prekäre Situation vieler Unternehmer und Selbstständiger wie folgt, auf meine Situation übertragen, umformulieren: „Wie will man denn ohne Sicherheit sein Leben gestalten? Wir leben in dauerhafter Angst einen Fehler zu machen, einen Kunden zu erwischen der nicht zahlt, eine wichtige rechtliche Regelung zu übersehen, Mitarbeitern ausgeliefert zu sein, die dem Unternehmen offensichtlich schaden oder der Behördenwillkür. Wie viele Tage des Jahres wir mit Problemen ins Bett gehen, die uns nicht schlafen lassen. Und wenn wir krank sind, stehen wir trotzdem auf, weil wir gebraucht werden. Existenzangst macht kaputt.“

Ja, ich habe mich entschieden Unternehmerin mit allen Konsequenzen zu sein. Ja, ich habe mir vorher überlegt, was auf mich zukommen könnte. Nein, ich habe nicht gewusst, dass es so hart werden würde. Trotzdem möchte ich nichts anderes mehr machen. Ja, mein Beruf hat viele Vorteile gegenüber dem Arbeitnehmerleben, aber er hat eben auch viele Nachteile. Ich möchte hier keine Aufrechnung Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber. Alles was ich mir wünsche ist, dass wir den Unternehmer und den Selbstständigen nicht immer nur als reichen Fettsack sehen, der auf Kosten seiner Mitarbeiter lebt und sich ein schönes Leben macht. Das trifft auf die wenigsten zu. Ich wünsche mir, dass unsere Arbeit, unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität genauso wertgeschätzt werden, wie die von Arbeitnehmern.

Nur gemeinsam können wir eine Arbeitswelt schaffen, die für alle lebenswert ist. Und das sollte ein Ansporn sein, denn wir verbringen mehr als ein Drittel unseres Tages damit. Und ein Leben nur für den Feierabend, das Wochenende und den Urlaub ist verschwendete Lebenszeit.

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Willy Wimmer: „Frau Dr. Merkel schafft selbst die Fluchtursachen, die sie vorgibt, bekämpfen zu lassen“


"Frau Dr. Merkel schafft selbst die Fluchtursachen, die sie vorgibt, bekämpfen zu lassen. Verantwortungsloser ist deutsche Politik noch nie gestaltet worden...", so CDU-Urgestein Willy Wimmer.

Der 1. Mai hatte in den Nachrichten von „DeutschlandRadio“ schon morgens um 8 Uhr eine faustdicke Überraschung parat. Danach hatte die Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in diesen Tagen in Saudi Arabien eine Übereinkunft mit der dortigen Regierung erzielt, die es in sich hat.

Angeblich stimmte sie mit der saudischen Regierung überein, jene syrischen Kräfte in Deutschland als Soldaten mittels der Bundeswehr ausbilden zu lassen, die in Syrien gegen die legitime Regierung kämpfen und die dort die gigantische syrische Flüchtlingsbewegung maßgeblich verursacht haben.

Frau Dr. Merkel schafft demnach selbst die Fluchtursachen, die sie vorgibt bekämpfen zu lassen. Verantwortungsloser ist deutsche Politik noch nie gestaltet worden.

Demontage des Staates durch die gewählten Staatsorgane

Das deckt sich in übler Weise mit den Aussagen des Herrn Bundespräsidenten Steinmeier in diesen Tagen. Danach beklagt er die Herausforderungen, denen unser demokratische Staat und die Demokratie in der aktuellen Situation ausgesetzt sind. Recht hat er, der Herr Bundespräsident.

Die Herausforderungen an den demokratischen Staat werden von ihm und seinesgleichen bewerkstelligt. Weit und
breit sind, von Randgruppen abgesehen, die Menschen im Lande deshalb so besorgt, weil Amtsträger auf allen Stufen unseres Staates die verfassungsmäßige Ordnung aushebeln, wo sie nur können. Die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Deutschlands wollen keine andere staatliche Ordnung als die der parlamentarischen Demokratie.

Demokratie ist ohne das Vertrauen in die staatliche Ordnung und die demokratischen Institutionen vor dem Hintergrund der grundgesetzlichen Werte nicht denkbar. Die Migrationsentscheidung von September 2015 durch die Bundeskanzlerin hat die staatliche Ordnung in der Substanz getroffen. Alles und jedes kann in diesem Lande beschlossen werden. Es muss aber die verfassungsmäßige Ordnung und der Weg durch die Parlamente eingehalten werden.

Wer das nicht als Verfassungsorgan versteht und nicht berücksichtigt, der ist nicht nur fehl am Platze. Der zerstört unseren Staat in der Ausprägung einer parlamentarischen Demokratie. Das Friedensgebot des Grundgesetzes wird mit Füßen getreten, nicht vom deutschen, sondern von der deutschen Bundesregierung.

In den Geschichtsbüchern ist der Satz von Konrad Adenauer darüber nachzulesen, welche Wirkung es haben würde, wieder ein Gewehr in die Hand zu nehmen. Das Grundgesetz hat das deutlicher formuliert, indem es die gesamte deutsche Politik auf den Frieden in der Welt an- und festgelegt hat. Bis in das Soldatengesetz finden sich die Bestimmungen darüber, in welcher Weise die Gebote des Völkerrechtes das Handeln eines jeden Soldaten bestimmen müssen.

Die Konsequenz aus den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen haben die Verfassungsmütter und —Väter gezogen. Sie müssten heute allerdings erleben, dass seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg 1999 gegen die Bundesrepublik Jugoslawien dieses Friedensgebot in zerstörerischen Wirkung mit Füßen getreten wird, bis hin zu Syrien und dem dortigen Einsatz der Bundeswehr.
Da kommt Frau Dr. Merkel uns mit ihren Terrorismus-Paten aus Riad gerade recht.

Es war der österreichische Bundeskanzler Kern, der vor einigen Monaten die zentrale Verantwortung der USA (sowie Englands und Frankreichs) für die Kriege und Migration angesprochen hatte. So ist es und nicht anders. Was macht seine deutsche Amtskollegin? Stimmt diese Nachricht aus einem der üblichen staatsnahen deutschen Sender, werden die Mörder und Vertreiber demnächst auf deutschen Staatsgebiet für ihr schändliches Tun auch noch ausgebildet.

Diesem Verhalten der Bundeskanzlerin gegenüber kann man sich nur umgangssprachlich nähern.

Willy Wimmer ist ein deutscher Politiker der CDU, der 33 Jahre dem Bundestag angehörte. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

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April 30 2017

Warum weiße Menschen böse sind


Ronin stellt die Grundlagen der Überzeugung dar, dass es die weißen Menschen, insbesondere der weiße Mann sind, die für das Übel dieser Welt verantwortlich sind:

1. Alles menschliche Verhalten ist allein durch die Kultur bestimmt, Umwelteinflüsse spielen keine Rolle (woher die Kultur kommt, darf nicht gefragt werden).

2. Weiße heterosexuelle Männer haben eine bösartige, aggressive Kultur und daher den Drang, andere Völker zu kolonisieren und auszubeuten.

3. Alle anderen haben friedfertige Kulturen und sind daher gegenüber den WHM im Nachteil.

Ich würde vielleicht noch ergänzen

4. Sollten sich in nichtweißen Kulturen Anzeichen für das Gegenteil finden lassen, dann gehen diese auf die Kolonisierung und Ausbeutung zurück

Grundlage ist natürlich auch hier die intersektionale Theorie in der im Feminismus praktizierten Form, also mit einer Einteilung in strikte Gruppen, von denen eine absolut gut (in dieser Kategorie) und die andere absolut schlecht (in dieser Kategorie) ist. Da der weiße, heterosexuelle Mann die meisten Kriterien der schlechten Gruppen erfüllt muss er auch für das Leid der anderen verantwortlich sein.

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Bevölkerungsreduktion ist alternativlos

April 29 2017

NACHHALTIGKEIT DEUTSCHER POLITIK: Ein Blick auf die nächsten 50 bis 100 Jahre Deutschland


Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr. 
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Die deutsche Berichts-Praxis macht die Leser misstrauisch und führt zu weiterem Vertrauensverlust Medien, Behörden und Politikern gegenüber, schrieb ich in „Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen zu lesen“. In „Der Verlust der Meinugsfreiheit und ihre Opfer“ sagte ich: Vor 2010 stand jede Entscheidung der Politik hinsichtlich ihrer Folgen auf dem Prüfstand, insbesondere welchen Nutzen und Schaden sie für die Bevölkerung haben würde. Dieses ungeschriebene Gesetz wurde nie abgeschafft, doch es gilt nicht mehr. In diesem abschließenden Teil meines „Deutschland–Blues“ geht es um den Ausblick auf die Zukunft unseres Landes auf 50 bis 100 Jahre unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.

Die Grenzen des Wachstums

Als 1972 der Club of Rome seine Studie zu den Grenzen des Wachstums vorlegte, führte das in der Folge zu einem Umdenken in den westlichen Gesellschaften. Thema war das Hochrechnen der damaligen Situation von Faktoren wie Rohstoffverbrauch, Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion und weiteren Parametern mit Hilfe eines Großcomputers. Die berechneten Modelle führten nach einer exponentiell steigenden Wachstumskurve in allen Varianten zu einem dramatischen Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Je später dieser Zusammenbruch kam, desto mehr Menschen gab es zu diesem Zeitpunkt. Die Lösung dieser Katastrophe bestand darin, das Konzept der Nachhaltigkeit fest in unserer Gesellschaft zu verankern. Dieses sieht vor, dass man der Natur nur so viel entnimmt, wie man  zurückgeben kann. Also werden so viele Bäume gefällt, wie man nachpflanzen kann, aber fossile Brennstoffe sollen nach einer Übergangszeit gar nicht mehr verbraucht werden.

Ich halte eine Politik der Nachhaltigkeit für notwendig und erwarte, dass Entscheidungsträger stets im Hinterkopf haben, was sie der Nachwelt hinterlassen. Unter dieser Prämisse möchte ich die aktuelle Politik auf die nächsten Generationen hochrechnen.

Eckpfeiler deutscher Politik

Die politische Landschaft besteht aus mehr Parteien als früher, wurde aber zunehmend von „linken“ Idealen geprägt mit folgenden Charakteristiken:

  • Deutsche Interessen: Abgabe von nationalen Aufgaben/Interessen an EU und Weltgemeinschaft; Assoziation nationaler Interessen mit der Ideologie des dritten Reiches; Ablehnung nationaler Landesgrenzen
  • Migration: Alle Menschen sind gleich, Unterschiede rein äußerlich begründbar; Bevölkerung des Landes wird durch Migration immer über 80 Millionen Menschen gehalten; Migration geschieht nicht nach Kriterien des Nutzens
  • Gesellschaft: Politik vorrangig für Minderheiten und Benachteiligte (Migranten, Schwule, Frauen); Schulsystem wird vereinfacht, um Abitur einem Großteil der Schüler zu ermöglichen; Erhöhung des Sozialetats bei gleichzeitig sinkenden Leistungen des Staates für Sicherheit, Bildung und Infrastruktur; wenig Förderung für Leistungsträger; Gleichstellung statt Gleichberechtigung; Einschränkung der Meinungsfreiheit auf systemkonformen Meinungskorridor

Interessant ist, dass weltweit nur Schweden einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Japan z.B. nimmt die niedrige Geburtenrate in Kauf und will in den nächsten Generationen mit weniger Japanern auf seinem Staatsgebiet leben. China als bevölkerungsreichstes Land der Welt begrenzt seit Jahrzehnten das Wachstum der eigenen Bevölkerung und hat hohe Hürden für Migration (bei einer riesigen Binnen-Arbeits-Wanderung) wie auch USA, Kanada oder Australien.

Industrie 4.0

Während sich Themen in der Öffentlichkeit um Kopftuch, Burka, Kinderehen oder die Alphabetisierung von Migranten drehen, steht die Wirtschaft – in der politischen und medialen Öffentlichkeit kaum thematisiert – vor einem gravierenden Wandel, dessen Bedeutung nicht groß genug eingeschätzt werden kann. Die sogenannte Digitalisierung wird nicht nur Fabriken weitgehend vollautomatisch gestalten, sondern auch Millionen von Jobs in der Verwaltung wegfallen lassen (laut ZEIT vom 27. April 2017 sollen bis 2030 47 Prozent aller Jobs wegfallen). In der Logistik, Produktion, im Gesundheitswesen und der Finanzwirtschaft sind gravierende Arbeitsplatzverluste zu erwarten. Dazu kommt ein Sterben im Einzelhandel durch aggressive Preispolitik und verkürzte Lieferketten.

Natürlich gibt es auch neue Arbeit durch den digitalen Wandel. Diese findet sich vor allem bei Menschen mit MINT-Qualifikationen. Leider hat Deutschland hier bereits einen echten Fachkräftemangel, der sich gerade fühlbar verschärft, da junge Informatiker verstärkt auswandern (was ich an anderer Stelle vertiefe). Dieser Wandel wird gegen 2020 spürbar einsetzen und aus meiner Sicht Jahrzehnte dauern, in denen die Zahl der Arbeitsplätze bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung abnimmt. Diverse Schätzungen gehen weit auseinander und zwar von fünf Millionen verlorener Arbeitsplätze bis zu 20 Millionen allein in Deutschland. Die Fachleute für die neu entstehende Arbeit werden wir so gut wie sicher nicht haben, aber die USA (u.a. durch Migration junger Deutscher) und China bauen dazu bereits viel Personal auf.

Der aktuelle Migrationsbericht des BAMF

Wir schauen uns im Folgenden die Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland an und rechnen aktuelle Entwicklungen hoch. Das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) liefert hervorragendes Zahlenmaterial mit dem 332 Seiten umfassenden Jahresbericht 2015.

Basisdaten des Migrationsberichtes und Folgen

Fangen wir mit den Gesamtzahlen an: Im Jahre 2015 sind 2,1 Millionen nach Deutschland zugezogen und eine Million haben das Land verlassen. Bei den Zuwanderern liegt das Augenmerk der Öffentlichkeit fast ausschließlich auf den Flüchtlingen, diese gingen aber in die Statistik nur mit 476.000 Asylanträgen ein. Das BAMF bemerkt zu dieser Zahl, dass es eigentlich 890.000 waren, von denen viele erst 2016 ihren Antrag stellten. Dennoch sind mehr als eine Million auch ohne Asyl ins Bundesgebiet eingewandert, was mir schlichtweg nicht bewusst war. Die meisten Migranten kamen aus den Ländern Syrien, Rumänien, Polen, Bulgarien, Albanien, Kosovo und Afghanistan. Festzuhalten ist, dass es sich in der überwältigenden Menge um Armutsmigranten handelt, die aus Osteuropa oder weltweit über Asylanträge gekommen sind. Das sieht man besonders deutlich, wenn man die Zahl der „Arbeitsmigranten“ dagegenstellt, denn von den 2,1 Millionen Migranten sind 38.000 direkt zwecks Arbeit nach Deutschland gekommen, die größte Gruppe davon übrigens aus den USA! Das heißt nur 1,9% der Migranten sind direkt berufstätig in Deutschland, alle anderen aus diversen Sozialtöpfen zu versorgen.

Die Zahlen für 2015 insgesamt: 890.000 Asyl; 100.000 Studienbeginn; 38.000 Arbeit; 82.000 Familiennachzug; ca. 1.000.000 sonstige Migranten (meist aus armen EU-Staaten in Osteuropa). Dagegen stehen1.000.000 Migranten, die Deutschland 2015 verlassen haben, darunter 140.000 Deutsche.

Annahmen für die Zukunft

Für die langfristige Entwicklung treffe ich einige nicht unwahrscheinliche Annahmen, die diese Gruppen von Zuwanderern pro Jahr betreffen.

Asyl: Zuzug wird begrenzt, ich rechne mit ca. 250.000; Studium: Die Zahl sollte mit 100.000 konstant bleiben; Arbeit: 50.000 wirken realistisch; Familiennachzug: 2016 wurden über 100.000 Visa ausgestellt, wobei pro Visum mehr als eine Person kommen kann. Hier rechne ich dauerhaft mit 150.000 Nachzüglern; Armutsmigration: Diese Zahl „X“ schätze ich nicht, sondern rechne mit einem Gleichgewicht zwischen ein- und auswandernden Migranten; Auswanderung: „X“ wie oben besprochen, darunter allerdings 200.000 Deutsche. Die Zahl der deutschen Auswanderer wird unter dem Druck des Verlustes von innerer Sicherheit und Kostenexplosion der Sozialkassen zunehmen und kaum bei den 140.000 von 2015 bleiben.

Der Nettozuwachs der Bevölkerung Deutschlands liegt bei diesen Annahmen bei ca. 500.000 pro Jahr, wobei 200.000 Deutsche gehen und 700.000 andere dauerhaft zuwandern. Auffällig ist, dass die Migration überwiegend eine Armutszuwanderung darstellt, egal ob sie über Asyl oder anderweitig (Familiennachzug, EU Binnenwanderung) stattfindet. Mit Nachbarländern wie Frankreich ist der Austausch dagegen minimal (2015 14.000 Einwanderer und 12.000 Auswanderer). Eine Steuerung durch die Politik ist nicht sichtbar. Wer es nach Deutschland schafft, ist erst einmal da und wird vom deutschen Staat versorgt. Diese Steuerung wird kommen müssen, allerdings werden dann die kinderreichen Migrantenfamilien in Deutschland für Nachwuchs sorgen, so dass der Zuwachs anhaltend bleibt.

Hochrechnung auf mehrere Generationen

Während die Zahl der Menschen in Deutschland seit 2005 um die  82 Millionen lag, ist der Teil der Deutschen bereits um 3 Millionen von 67 auf 64 Millionen gesunken. Das ist mehr, als Köln und Hamburg zusammen an Einwohnern haben.

2015 gab es in Deutschland knapp 740.000 Geburten. Laut Migrationsbericht ist der Anteil der Migranten bei den Kindern unter 5 Jahren bei 36%. Da es 925.000 Todesfälle gab, entsteht hier ein Nettoverlust von 185.000 Personen, welcher durch die dargestellten Migrationseffekte deutlich überkompensiert wird. Deutsche Frauen bekommen im Schnitt 1,4 Kinder in ihrem Leben, so dass der deutsche Anteil in der Bevölkerung in jeder Generation auf jeweils 70% der Ausgangsmenge schrumpft, wenn dieser Faktor beibehalten wird. Für Ägypten und Syrien liegt diese Rate derzeit bei knapp unter drei Kindern pro Frau, so sind in den letzten 50 Jahren Syrien von 5 Millionen auf über 20 Millionen und Ägypten von 25 Millionen auf 90 Millionen Einwohner angewachsen. In Deutschland bekommen Türkinnen auch etwa drei Kinder im Schnitt.

Falls wir keine Migration in Deutschland hätten, würde die Einwohnerzahl drastisch zurückgehen und es würden mit Sicherheit Anreize geschaffen für mehr Kinder. Da die Migranten oft aus Gebieten mit der höchsten Fertilität kommen, gehe ich aber davon aus, dass deutsche Frauen angesichts der sicher nicht sinkenden Einwohnerzahl in Deutschland und den sich verschlechternden Lebensbedingungen in etwa bei den 1,4 Kindern bleiben.

Die Zahlen kann man auf mehrere Generationen hochrechnen und kommt dabei ausgehend von 64 Millionen Deutschen 2015 auf folgende Zahlen: 1. Generation 64 Millionen; 2. Gen. 44,8; 3. Gen. 31,4; 4. Gen. 21,9; 5. Gen. 15,3; 6. Gen. 10,7 Millionen Deutsche. Wenn man dazu rechnet, dass bis zu 200.000 Deutsche pro Jahr das Land verlassen, dann wären das in einer Generation von 30 Jahren noch einmal 6 Millionen, die auswandern. Natürlich werden diese Werte schwanken, aber in spätestens 50 Jahren werden die Deutschen im eigenen Land in der Minderheit sein und bei den Kindern sogar deutlich unter 20% liegen. Das ist einfache Mathematik und lediglich die Zeiträume dafür sind unsicher. Wie viele von den Zuwanderern sich wann als Deutsche verstehen werden, ist nicht kalkulierbar.

Obwohl die in dem Artikel genannten Faktoren noch in der Anfangsphase sind (wenn die Zahl der Deutschen Richtung 50% und darunter sinkt, wird es gravierender), sind die Sozialausgaben in Deutschland geradezu explodiert. Sie stiegen von 768 Milliarden Euro 2010 auf 888 Milliarden 2015 und das fast ohne Inflation und bei guter Konjunktur. Die Zeitungen titelten auch unisono, dass die Sozialausgaben deutlich stärker steigen als das Wirtschaftswachstum. Natürlich werden diese Kosten durch die weitere Entwicklung in Deutschland massiv ansteigen, wobei auf Seiten der Zahler eher ein Rückgang (ab 2025 sogar massiv) zu erwarten ist durch Verrentung der Babyboomer.

Parallelgesellschaften und langfristige Folgen

Frankreich verfolgt (ursprünglich aus anderen Gründen, Stichwort Algerien) eine im Ergebnis ähnliche Politik wie Deutschland. Dort haben sich vor allem in den Großstädten die sogenannten Banlieus gebildet, die im wesentlichen unkontrollierbare Migrantenghettos darstellen, die von Bandenkriminalität, Drogenhandel und erschreckender Gewalt gekennzeichnet sind. In Deutschland gibt es diese Ghettos noch nicht in entsprechender Größe, aber Ansätze dazu sind unverkennbar.

Die Migranten der letzten Jahre nach Deutschland kamen aus etwa 40 Ländern, derzeit vermehrt aus Schwarzafrika. Über 70% davon sind junge Männer, 75% gaben als Religion den Islam an. Sie haben meist wenig Schulbildung und sprechen selten Deutsch. Der Unterschied zu Frankreich ist vor allem die Sprache, da die meisten Migranten dort von Geburt an Französisch sprechen. Bereits jetzt ist zu beobachten, dass sie in Deutschland Familienclans bilden, die ethnisch homogen sind. Diese umfassen teilweise mehr als 1.000 Personen und sind oft kriminell bzw. leben von Sozialhilfe. Ein großes Problem ist die Sprachenvielfalt. Derzeit wird hilflos von der Politik vorgeschlagen, dass arabisch Lernen in Schulen zur Pflicht würde. Das hilft aber nichts, wenn dann z. B. meine chinesische Stieftochter statt richtig Deutsch in der Schule konkurrirend arabisch lernt und die Kinder aus Osteuropa, Afghanistan, Pakistan und diversen afrikanischen Ländern auch. Es ist anzunehmen, dass Hunderttausende von Migranten Fuß fassen in Deutschland und ähnlich leben wie wir. Aber viele Millionen werden es nicht tun, so dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stark sinken wird – und die kulturelle Verträglichkeit.

Da es leicht möglich ist, sich über Asyl eine neue Identität zu verschaffen, reisen offenbar auch Schwerstkriminelle auf diesem Wege ein. Sowohl der Mörder von Maria in Freiburg als auch Terrorist Anis Amri aus Berlin waren bereits brutalste Gewalttäter vor ihrer Einreise. Schlimmster Fall bislang ist ein Syrer, der als anerkannter Flüchtling bereits seine Familie nach Düsseldorf nachgeholt hat und in Syrien wegen 36fachen Mordes gesucht wird. Derzeit wird berichtet, dass Tausende von Taliban (!) aus Afghanistan Asyl beantragt haben und nicht abgeschoben werden, da ihnen in der Heimat Strafen drohen wie auch dem tunesischen Leibwächter von Bin Laden, der in Deutschland als Asylbewerber lebt!

In islamischen Ländern sind viele Familien sehr kinderreich und die dritten und vierten Söhne haben keine Lebensperspektive und durch die Vielehe kaum Aussicht auf eine Frau, da Familien ihre Töchter behüten und möglichst gut verheiraten wollen. Wenn nun Massen alleinreisender, ungebildeter Männer nach Deutschland kommen und hier bleiben dürfen, entstehen vielfältige gesellschaftliche Probleme, deren Aufzählung allein ganze Bücher füllen würde.

Die genauen Zahlen auf viele Jahre berechnet muss ich schuldig bleiben, aber klar ist, dass Deutschland sich zu einem Vielvölkerstaat entwickelt, was es meiner Kenntnis nach in dieser Form noch nie gegeben hat. Da die Migration durch Aufnahme und Verwaltung der Migranten passiert und nicht durch Selektion nach für die Gesellschaft vorteilhaften Kriterien kommen in großer Zahl Menschen ohne Perspektive in ihren Ländern zu uns, wo sie zumindest lange Zeit auch keine Perspektive finden.

Push-Faktoren innerhalb Deutschlands an einem Beispiel

Wie die Politik eigene Bürger quasi aus dem Land treibt, zeige ich an meinem eigenen Beispiel und dazu gehen wir ins Jahr 1985 zurück. Ich stand in den Abschlussprüfungen für Informatik an der Uni Dortmund, lebte gern in NRW und wollte nach dem Studium dort bleiben. Da ich promovieren wollte, kamen nur Forschungsinstitute und die Uni in Frage. Ein Professor in Dortmund bot mir eine Assistentenstelle mit 1.200 DM im Monat an. Das war eine halbe Stelle, wobei ich in der verbliebenen Zeit promovieren sollte. Er räumte ein, dass dieses Gehalt ziemlich genau dem entsprechen würde, was ein Sozialhilfeempfänger inklusive KV und Wohngeld bekommen würde.

Im Frühjahr 1985 fand die Landtagswahl in NRW statt, die geprägt war vom „Wir in NRW“-Slogan des Landesvaters Johannes Rau. Ich nutzte die Gelegenheit, auf eine Großveranstaltung der SPD in Dortmund zu gehen. Das Ganze hatte Volksfestcharakter, viele Kinder bekamen bunte Luftballons und auf der Bühne waren etliche Redner, unter ihnen auch Rau. Die Sprecher blickten zurück auf den Wiederaufbau an Rhein und Ruhr nach dem Krieg und die großen Erfolge der SPD, riefen zum Zusammenhalt der Menschen auf und sangen das Hohelied des kleinen, ehrlichen Arbeiters. Als schließlich Rau ans Rednerpult trat, konnte er minutenlang nicht sprechen aufgrund der frenetischen Ovationen. Während seiner Rede nutzten die Zuschauer jede Kunstpause zum Applaus und manchmal wurde er durch den Jubel sogar mitten im Satz unterbrochen. Ich wurde dagegen etwas verdrossen, weil Rau nur von Kontinuität bei Stahl und Kohle sprach und Arbeitsplätze in diesen Bereichen erhalten wollte. Die Zukunft sollte offenbar so aussehen wie die Vergangenheit. Rau räumte zwar aufkeimende Strukturprobleme ein, forderte aber die Genossen zu Geschlossenheit auf, um diese zu überwinden. Am Lautesten wurde es, als er den Slogan der CDU „Aufschwung. Nur mit uns!“ zitierte und mit hochgereckter Faust rief: „Nein, Aufschwung mit allen Bürgern!“.

Nach seinen Ausführungen durften Fragen gestellt werden und so stellte ich mich an. Die Fragesteller vor mir bestätigten die Politik der SPD und lobten einhellig deren Politik. Eine Frau brach sogar in Tränen aus, als sie speziell die christliche Einstellung von „Bruder Johannes“ würdigte, wie er damals ob seines pastoralen Auftretens scherzhaft genannt wurde. Als ich ans Mikrophon trat, war ich zwar nervös, fragte aber frech, was Herr Rau für technische Akademiker tun wolle – insbesondere für junge Informatiker und wies darauf hin, dass ich lediglich ein Angebot über 1.200 DM vorliegen hatte, was dem Sozialhilfeniveau entspräche. Die Antwort kam postwendend von einem der Redner, der 1.200 DM als gutes Anfangsgehalt empfand und ergänzte, dass seine Söhne nicht einmal die Hälfte davon als Lehrgeld beziehen würden, aber bereits produktiv arbeiteten, während ich mich offenbar noch weiter an der Uni herumdrücken wollte. Ein zweiter Redner übernahm das Mikrophon und sagte, dass er nach dem Krieg für 80 Pfennig die Stunde das Land aufgebaut hätte und mein Anspruchsdenken nicht fassen könne. Er meinte, dass die schlechte Erziehung diese fehlende Dankbarkeit der jungen Leute bewirken würde. Als ich ihm antworten wollte, nahm mir der Moderator das Mikrophon aus der Hand und meinte, dass es noch weitere Fragen gäbe und ich mir die Antwort hinter die Ohren schreiben solle. Frustriert wandte ich mich zum Gehen, wobei mir jemand aus der Menge ein Bein stellte und ich ungeschickt das Gleichgewicht verlor. Der nächste Fragesteller bemerkte das und sagte mit schneidender Stimme: „Da macht der Herr Studiosus mal drei Schritte selber und schon liegt er auf der Nase!“, was mit Gelächter und rauschendem Beifall der Menge bedacht wurde. Als ich mir den Weg durch die Menge bahnte, kam noch ein abschließender Kommentar vom Podium: „Das sind die Leute, die alles bestreiten, nur nicht ihren eigenen Lebensunterhalt!“, was zu brüllendem Gelächter und Sonderapplaus führte.

Mit dem kläglichen Rest meiner Würde ging ich ans schwarze Brett der Uni und schrieb Telefonnummern von Firmen ab, die Informatiker suchten. Die gab es reichlich, aber fast alle in Süddeutschland, wo ich eigentlich gar nicht hin wollte. Ich rief mehrere Firmen an und erhielt von allen Einladungen samt Kostenerstattung. So reiste ich zwei Wochen später in den Süden. In München bekam ich das Angebot in der Forschungsabteilung eines großen Konzerns zu arbeiten mit der Perspektive, auch zu publizieren und zu promovieren. Dazu bot man mir einen Auslandsaufenthalt von mindestens sechs Monaten in Princeton/USA mit Kontakten zur dortigen Universität an. Als mein neuer Chef mir 4.100 DM Einstiegsgehalt bot samt der Aussicht, dass diese nach der Probezeit auf 4.500 DM angehoben wurden (bei 13,5 Monatsgehältern), unterschrieb ich vollkommen perplex den angebotenen Vertrag. Ich wurde zu meinem Glück gezwungen und habe es nie bereut.

Auswanderung aus Deutschland

Mit dieser kleinen Exkursion wollte ich den Leser einstimmen auf das ernste Thema der Auswanderung, denn es haben sich in den letzten Jahren im Schnitt 140.000 Deutsche zum Auswandern entschlossen und da wir pro Jahrgang nur weniger als 500.000 Geburten deutscher Eltern haben, sind das fast 30% jedes Jahrgangs.

Die Deutschen wandern meist aus in die Schweiz, USA, nach Österreich oder ins UK. Gerade Schweiz und USA stellen allerdings hohe Anforderungen an Migranten, so dass dorthin sicher keine Unterqualifizierten migrieren. Die Ärztekammer meldet eine Abwanderung von 30.000 Ärzten aus Deutschland seit 2001, das ist eine Kleinstadt nur aus Ärzten bestehend! Wenn man bedenkt, wie lange die Ausbildung von Ärzten dauert und wie hoch die Anforderungen sind, ist das ein schmerzlicher Verlust. Darüber hinaus gehen viele MINT-Absolventen direkt nach dem Studium ins Ausland, meist nach Übersee oder in die Schweiz. In der Presse finden sich vereinzelt Artikel zu dem Thema, die das Auswandern junger Fachkräfte – und Millionäre beklagen (wobei ein Blick auf Millionäre zeigt, dass dieses dem gängigen Bild nicht entsprechen, sondern bloß noch etwas erfolgreichere „Besserverdiener“ sind).

Die Auswanderungsgründe liegen auf der Hand. Man stelle sich einen jungen Arzt oder Informatiker vor, der sich informiert, was die Politik für ihn Gutes tun will. Er wird feststellen, dass man ihn als Steuerzahler und Arbeitskraft toleriert, er aber ansonsten zu arbeiten und keine Ansprüche zu stellen hat. Wenn er dann auch noch zum „Erlebenden“ der rapide sinkenden Sicherheitslage durch einen Überfall oder Einbruch wird, mag er ähnliche Überlegungen anstellen wie ich 1985. Ein junger Deutscher wird in seinem Umfeld wahrnehmen, dass immer mehr Menschen seines Alters und jünger Migranten sind, die von seinen Steuern versorgt werden und jene, die das ablehnen, als “rechtspopulistisch“ gebrandmarkt werden. Er kann sich mit der Lage abfinden oder gehen. Natürlich wandert nicht jeder aus, der durch die Politik unverschuldet leidet und viele Menschen werden in Gegenden Deutschlands ziehen, die friedlich sind, wo die öffentliche Ordnung noch erhalten ist. Selbst in meinem Umfeld kenne ich Leute, die in die Schweiz gezogen sind, andere schicken ihre Kinder ins Ausland und einige kaufen in Ungarn am Plattensee Immobilien als Altersruhesitz. Wieder andere transferieren Gelder oder suchen derzeit Arbeit im Ausland.

Das Auseinanderfallen Deutschlands

In Zukunft wird die deutsche Gesellschaft geprägt von Einwanderung über Asyl aus meist islamischen Ländern, Schwarzafrika und Armutsmigration aus Osteuropa. Im Gegenzug wandern von den Deutschen etwa 30% eines Jahrgangs aus – meist Qualifizierte oder Begüterte. Deutschland hat bereits jetzt die zweithöchste Steuerbelastung der Arbeitnehmer weltweit und bietet dafür immer weniger Sicherheit und Infrastruktur. Diese Politik ist vergleichbar mit einem Fußballverein, der jedes Jahr 2-3 Profis aus dem Kader wirft und einfach die ersten zehn jungen Männer aufnimmt, die das Trainingsgelände erreichen. Nach einigen Jahren wird dieser Klub natürlich nicht mehr konkurrenzfähig sein und aus dem Profibereich absteigen.

Die verbliebenen Deutschen werden auf diese Politik reagieren und zwar nicht nur mit Auswanderung. Viele bleiben und verschanzen sich in Gated Communities oder ziehen in Teile Deutschlands, wo die lokale Regierung mehr Wert auf Durchsetzung der Ordnung legt. Also wird es auch zu großen Migrationsströmen der immer weniger werdenden Deutschen im eigenen Land kommen.

Die Migranten sprechen nicht wie in Frankreich die Landessprache, sondern bringen ihre eigenen Kultur und Sprache mit. Besonders die nachziehenden Frauen werden selten überhaupt den Versuch unternehmen, deutsche Lebensweise und Sprache anzunehmen. Dazu kommt, dass sich unterschiedliche Migrantengruppen oft feindlich gegenüberstehen – in ganz Deutschland kommt es bereits zu Massenschlägereien mit bis zu 300 (!!) Jugendlichen (2017 in Hessen zwischen Türken und Afghanen). Es ist auch logisch, dass Herrscher in Saudi-Arabien oder der Türkei ihre Landsleute in Deutschland auf verschiedenste Weise für verschiedenste Zwecker benutzen. Konflikte sind heute schon sichtbar, wenn sich Türken und Kurden befehden, Araber und Afrikaner, Sunniten und Schiiten oder Afghanen und Araber/Türken. Bereits 2016 sind mehrere Waffenlager großen Ausmaßes entdeckt worden. Dadurch wird die Staatsmacht in einigen Bundesländern extrem erodieren, was historisch an der Zerfall des weströmischen Reiches erinnert. Derzeit sieht man bereits, dass sich in Deutschland Gebiete unterschiedlicher Sicherheit bilden, die in Zukunft immer stärker autonom agieren und primär um das eigene Überleben kämpfen. Das schwächt die Zentralregierung und treibt Deutsche genau in diese sicheren Gebiete, während nicht nur Migranten aus allen Teilen der Welt zurück bleiben, sondern weitere Migranten in Gebiete mit Landsleuten nachziehen.

Wer nicht auswandert, sich in ein intaktes Gebiet begibt und dennoch hoch besteuert wird, wird wohl eine Politik unterstützen, die mehr auf Erhalt der lokalen Gegebenheiten gerichtet ist als Migrantenghettos in anderen Bundesländern zu finanzieren. Ich gehe davon aus, dass die deutsche Regierung mit der Zeit so wenig Durchgriff haben wird, dass sich einige Teile des Landes de facto selbst regieren. Wenn weniger als die Hälfte der Einwohner überhaupt Deutsch sprechen und keiner geregelten Arbeit nachgehen, werden sogar Fliehkräfte in Richtung Austritt aus Deutschland wirksam werden.

Wie kann eine neue Ordnung auf deutschem Staatsgebiet aussehen, wenn es nur noch zwischen 30 und 40 Millionen Deutsche gibt, von denen auch noch die Besten auswandern? Ich rechne grob mit einer Dreiteilung. Der Osten kann sich politisch konservativ/rechts aufstellen und an Polen und weitere östliche Länder anlehnen. Der Süden (BW und Bayern) kann einen losen Bund bilden mit Österreich, der Schweiz, Oberitalien (das auch Autonomietendenzen hat) und angrenzenden Regionen wenn auch Frankreich Zerfallserscheinungen zeigt. Mit Zentrum NRW und umliegenden Gebieten erwarte ich unregierbare Ghettos, in denen Migrantenclans aus fast allen islamischen Armutsländern brutalste Machtkämpfe austragen. Im Westen könnten die Nachbarländer ihre Grenzen zu Deutschland komplett schließen, um das jetzt schon sichtbare Überschwappen von Gewalt und Terror einzugrenzen. Ich rechne damit, dass Deutschland als Nation und eigenes Land in 50-100 Jahren nicht mehr existiert und durch lokale kleine Länder ersetzt wird, die miteinander kooperieren, aber sich auch abschotten, denn im Süden und Osten wird man nicht das Ausbreiten der riesigen Ghettos aus NRW und Umgebung zulassen. Die innere Situation wird stark an das heutige Israel erinnern.

Tendenzen dieser Entwicklungen sind bereits heutzutage spürbar, in NRW habe ich in März/April in der lokalen Presse mehr als zehn Morde auf offener Straße gezählt (meist mit archaischer Gewalt wie „Kehle durchgeschnitten“ oder einfach „abgestochen“ oder verbrannte Leiche in Auto, am Wegesrand oder im Fluss gefunden). Das sind Vorboten des Kommenden und wie geschildert werden die Bürger eher ausweichen müssen, „kämpfen“ würde ja eigene Gewaltanwendung bedeuten, was nicht Teil der angestammten deutschen Kultur sein kann.

Kritische Betrachtung

Die von mir skizzierten Szenarien beruhen auf der Annahme, dass die jetzige Politik in Grundzügen fortgesetzt wird. Das ist wahrscheinlich, da alle Parlamentsparteien und die Leitmedien diese auch vertreten. Eine Fortsetzung der Politik ist attraktiv für Armutsmigranten aus aller Welt und stößt im Gegenzug junge, leistungsfähige Einheimische ab, die entweder auswandern oder sich in Gebieten mit hoher Sicherheit und wirtschaftlicher Perspektive innerhalb Deutschlands konzentrieren.

Ich habe mir seit etwa einem Jahr alle möglichen stochastischen Modelle überlegt, die das Geschehen beschreiben. Es gibt solche Modelle in der Physik, die z. B. die Zukunft des Weltalls geprägt durch Auseinanderdriften des sich ausdehnenden Alls und lokale Materieansammlungen durch die Gravitationskraft berechnen. Analog dazu kann die Politik als Fliehkraft und der Hang zu Sicherheit als Gravitation begriffen werden. Alle Modelle führen entweder zu einem kompletten Auseinanderdriften oder zu kleinen Enklaven, die den Fliehkräften trotzen und überleben. Diese Enklaven entsprechen Sternensystemen, Galaxien und Hypergalaxien in der Astronomie. Analog würden kulturell überlebende Gebiete in Deutschland übergeordnete Strukturen mit Nachbargebieten bilden.

Meine angenommenen Zahlen sind nicht unplausibel, aber in der Realität mögen sie anders ausfallen. Im Grunde spielt das aber keine Rolle, da der Zerfall Deutschlands als Nationalstaat durchaus bereits in 30 Jahren geschehen kann, aber auch erst in 100. Festzustellen ist, dass die Politik das Auseinanderfallen der staatlichen Ordnung förmlich erzwingt. Es mag zwar irgendwann Obergrenzen für Asyl geben und ein Migrationsgesetz, doch selbst dann wird allein durch Kinderreichtum der Parallelgesellschaften und die massiven Konflikte zwischen diesen Gruppen Deutschland in Regionen mit und ohne Perspektive zerfallen und die staatliche Ordnung dort nicht mehr durchsetzbar sein, wo die bürgerliche Mittelschicht wegzieht, was sie schlichtweg tun wird inklusive gut integrierter Migranten. Das Geschehen in Deutschland entspricht ziemlich genau dem Szenario, das in der Bibel mit dem Turmbau zu Babel skizziert wird und dort auch zum Zerfall führte.

Lösungsszenarien

Kann Deutschland die in diesem Artikel geschilderte Entwicklung noch aufhalten? Die Antwort ist natürlich „Ja“, da es andere Länder gibt wie Japan, Australien, Kanada oder China, denen diese Szenarien nicht drohen, man könnte die Politik dieser Länder also imitieren. Dazu fehlt aber der Wille, Armutsmigranten an der Grenze abzuweisen und Politik auch für Leistungsträger zu machen. Die Lösung für Deutschland sähe so aus, dass Migration nur noch Zuwanderern ermöglicht wird, die wirtschaftliche und kulturelle Qualifikationskriterien erfüllen. Asyl sollte die Ausnahme bleiben für politisch Verfolgte, Flüchtlingen müsste an Ort und Stelle in den Herkunfts- und Nachbarländern geholfen werden.

Ferner ist die Abwanderung der Besten zu verhindern, indem Deutschland wieder sicher gemacht wird – und auch Leistungsträger eine Perspektive haben, einen Lebensstandard zu erreichen, der ihrem Einsatz entspricht. Dazu müsste der Staat massiv in Infrastruktur  und wissenschaftliche Förderung investieren – primär in naturwissenschaftliche Forschung und Entwicklung. Deutschland muss auch in Unterhaltungselektronik wieder Kapazitäten aufbauen und eigene Fernseher, Computer und Mobiltelefone entwickeln. Passiert das nicht, wandern die jungen Naturwissenschaftler aus und die Industrie hält nicht mehr Schritt mit der Konkurrenz aus Fernost.

Fazit

Die Beibehaltung der jetzigen Politik wird Deutschland unterminieren und in einen dystopischen Albtraum innerhalb weniger Generationen verwandeln. Gerade NRW als Land mit der größten Bevölkerung wird schon in wenigen Jahren von Gewalt und Brutalität so geprägt sein, dass die bürgerliche Mittelschicht dort kaum existieren kann. Warum Deutschland so handelt, liegt außerhalb meines Verständnisses und ist nicht Gegenstand dieses Artikels.

Ich möchte selber noch, so lange es geht, in Deutschland bleiben, da ich dieses Land liebe. Im Bodenseegebiet hoffe ich alt werden zu können und den Verfall des Landes mehr als Beobachter denn als Teilnehmer zu erleben. Oder eben das Umdenken und Wiedergenesen. Ich bedanke mich abschließend für jeden Leser, der meinen drei Teilen des Deutschland-Blues gefolgt ist und hoffe, dass sie zum Nachdenken und Handeln anregen.

Dr. Jochen Heistermann hat in theoretischer Informatik promoviert. Er war dann selbstständig und lebt nun als Privatier am Bodensee.

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